Netzwerk für immaterielles Kulturerbe Chinas – Digitales Museum des immateriellen Kulturerbes Chinas
Netzwerk für immaterielles Kulturerbe Chinas – Digitales Museum des immateriellen Kulturerbes ChinasEinführung
Das chinesische Portal für immaterielles Kulturerbe (Digitalmuseum des chinesischen immateriellen Kulturerbes) steht unter der Aufsicht des Ministeriums für Kultur und Tourismus und wird von der Chinesischen Akademie der Künste (China Centre for the Conservation and Research of Intangible Cultural Heritage) organisiert. Es nutzt digitale Technologien, um die immateriellen Kulturgüter Chinas zu präsentieren, Schutzrichtlinien, wissenschaftliche Ergebnisse und aktuelle Arbeitsentwicklungen zu veröffentlichen und bietet der Öffentlichkeit, den Traditionsträgern und Forschenden eine Plattform zum Austausch, um den Schutz und die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes zu fördern.

Hauptinhalte des chinesischen Portals für immaterielles Kulturerbe
Projektarchive: Verzeichnen repräsentativer Projekte des immateriellen Kulturerbes auf nationaler und provinzieller Ebene sowie Informationen zu den Traditionsträgern, mit Suchfunktionen für Bilder, Texte und Videos.
Sonderausstellungen: Bietet ganzjährig „Cloud-Ausstellungen" an, etwa zum „Drucktechnik des Holzplattendrucks" oder zum „Schattenspiel", die online in hochauflösender Bildqualität und mit Einblick in die handwerklichen Abläufe angesehen werden können.
Interaktive Erlebnisse: Provinzmuseen wie Sichuan und Nanjing sind bereits an die Plattform angeschlossen und bieten immersive Module wie VR/AR-Szenen, kleine Spiele, Online-Hörstücke sowie Guqin-Darbietungen an.
Politik und Informationen: Veröffentlicht zeitnah nationale Richtlinien zum immateriellen Kulturerbe, Aus- und Weiterbildungsprogramme sowie Bekanntmachungen zur Anerkennung von Traditionsträgern.
Kernkategorien und statistische Daten des immateriellen Kulturerbes
Projektkategorien: Die repräsentativen nationalen Projekte des immateriellen Kulturerbes werden in 10 Hauptkategorien eingeteilt: Volksliteratur, traditionelle Musik, traditioneller Tanz, traditionelles Theater, Quyi (traditionelle Vortragskunst), traditioneller Sport, Spiele und Akrobatik, traditionelle Bildende Kunst, traditionelles Handwerk, traditionelle Medizin sowie Brauchtum und Volksfeste.
Statistische Daten
Insgesamt 3.610 repräsentative nationale Projekte, wobei traditionelles Handwerk (629 Projekte), traditionelles Theater (473 Projekte) und Brauchtum (492 Projekte) besonders zahlreich vertreten sind.
Insgesamt 3.998 nationale repräsentative Traditionsträger; Traditionsträger des traditionellen Theaters (949 Personen), des traditionellen Handwerks (713 Personen) und der traditionellen Musik (475 Personen) bilden den größten Anteil.
Internationale Anerkennung: 44 chinesische Projekte sind in die Listen der UNESCO für immaterielles Kulturerbe aufgenommen, darunter „Frühlingsfest – gesellschaftliche Praxis der Chinesen zur Feier des traditionellen Neujahrs" und „Taijiquan". Zudem hat die UNESCO den 21. März eines jeden Jahres zum „Internationalen Tag des Taijiquan" erklärt.
Politiken und Programme zum Schutz des immateriellen Kulturerbes
Chinesisches Aus- und Weiterbildungsprogramm für Traditionsträger des immateriellen Kulturerbes: 2015 gestartet, hat das Ziel von 100.000 Schulungen während des 13. Fünfjahresplans erreicht. Es verfügt über ein ausgereiftes Lehr- und Managementsystem, bindet Hochschulen in den Schutz des immateriellen Kulturerbes ein, erweitert den Kreis der Traditionsträger, verbessert das Niveau der traditionellen Handwerkskunst und zeigt deutliche Wirkungen bei der Revitalisierung des traditionellen Handwerks sowie beim Beitrag zur Armutsbekämpfung. Es ist zu einer grundlegenden und strategischen Aufgabe im Schutz des immateriellen Kulturerbes geworden.
Programm zur Revitalisierung des traditionellen Handwerks: Im März 2017 gemeinsam vom Kulturministerium, dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie sowie dem Finanzministerium veröffentlicht, mit dem Ziel, die entsprechenden politischen Vorgaben umzusetzen und die Weitergabe und Revitalisierung des traditionellen Handwerks voranzutreiben.
Aufbau von Standards: „Erfassung und Dokumentation digitaler Schutzressourcen für immaterielles Kulturerbe – Digitalisierung" ist die erste branchenspezifische Normenreihe Chinas im Bereich des immateriellen Kulturerbes und bildet die Grundlage für eine standardisierte und wissenschaftliche Erhaltungspraxis.
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